Gastvorträge
Space Rhythms visualisiert einen kreativen Prozess, ohne Kreativität zu erklären, und lädt dazu ein, visuelle und klangliche Resonanzräume zu erkunden, in denen neue Gedanken- und Gestaltungsräume entstehen. Der immersive Kuppelraum löst Bezüge zur Alltagsrealität auf und eröffnet eine grenzenlose Dimension, die die Vorstellungskraft der Betrachter:innen intensiv anspricht.
Schwingungsenergie durchdringt alles und hält den Kosmos zusammen. In einem ständigen Pulsieren von Ausdehnung und Zusammenziehung befindet sich alles im Wandel – vom Mikro- bis zum Makrokosmos, in Kunst wie in Wissenschaft. Technische Errungenschaften haben diese Zusammenhänge sichtbar gemacht und unsere Wahrnehmung sowie unser Verständnis von Realität grundlegend verändert.
Historisches Planetarium
Ass. Prof. Dr. Helen Ahner, Institut für Europäische Ethnologie, Universität Wien
Die ersten Planetariumsaufführungen der 1920er-Jahre galten als Erfahrungsräume, die es dem Publikum ermöglichten, seine Beziehung zur Technik, zur Welt und zu sich selbst neu zu entwerfen. Der Vortrag vermittelt einen Einblick in die Euphorie, die die ersten Planetariumsshows begleitete, und untersucht das Wahrnehmen und Fühlen im Planetarium vor dem Hintergrund des historischen Kontexts.
Geistestradition des tibetischen Buddhismus
Ew. Geshe Tenzin Jongchup, Tibet-Institut Rikon
Der Buddhismus beschreibt alles Existierende als prozesshaft, vergänglich und in dynamischen Wechselwirkungen verflochten. Die Wahrnehmung des Menschen gleicht einem Erfahrungsstrom. Mittels wachsender Erkenntnisfähigkeit durch Meditation wandelt sich die Wahrnehmung selbst.
credit: hyperraum.tv
Naturwissenschaft: Bausteine der Materie
Prof. Dr. J. Mnich, Direktor des CERN
Die Frage nach den fundamentalen Bausteinen der Materie und den Wechselwirkungen zwischen ihnen ist eine der grossen, fundamentalen Fragen, die Menschen seit jeher beschäftigen. Am CERN in Genf wird seit über 70 Jahren erforscht, was die Welt im Inneren zusammenhält.
Kreativität und Wahrnehmung
Professor Dr. Friedrich Weltzien
lenkt den Blick auf die unentwegte Metamorphose der Welt aus kunsthistorischer, kunsttheoretischer und wahrnehmungspsychologischer Sicht. Sehen, Hören, Tasten, Schmecken und Riechen sind nicht lediglich Durchlässe einer passiven Reizaufnahme, sondern Orte der aktiven und lustvollen Konstruktion von Wirklichkeit.
Naturwissenschaftliches Weltbild
Dr. Martin Federspiel, Astrophysiker
Die kosmologische und biologische Evolutionsgeschichte ist die größte Geschichte der Welt, die Geschichte der Welt selber. Sie hat Wesen hervorgebracht, die über sich und die Welt nachdenken können.